Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ): Geldschöpfung
Wie kommt das Geld in die Welt?
05.02.2012 · Nicht nur die Europäische Zentralbank kann Geld schaffen, sondern auch jede ganz normale Bank. Sie schöpft ihre Kredite aus dem Nichts. Ist das schlimm, wie Occupy behauptet?
Von Christian Siedenbiedel (Original Artikel)
Mit einem Kommentar von Occupy Zürich Aktivisten (rot), 10.2.2012
Occupy Zürich Aktivisten: Positiv erstaunt nahmen wir, Aktivisten bei Occupy Zürich, zur Kenntnis, dass sich die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) vermehrt mit dem Mindestreserve-Geldsystem beschäftigt. Mit diesem Artikel vom 5. Februar 2012 “Wie kommt das Geld in die Welt” wird der Geldschöpfungsprozess durch private Banken das erste Mal von einem deutschen Leitmedium thematisiert. Allerdings ist der Artikel unvollständig, weshalb wir uns erlaubt haben, ihn mit Kommentaren zu versehen.
Es gibt Dinge, die sind so selbstverständlich, dass man nicht über sie nachdenkt. Zu ihnen gehört das Geld. Man holt die Scheine aus dem Automaten, trägt sie im Portemonnaie mit sich herum, zählt sie bisweilen und benutzt sie zum Zahlen. Aber wo kommt das Geld her? Es wird halt irgendwer drucken, denkt man.
Die bankenkritische Bewegung Occupy vertritt die provokante These, es seien die Banken, die in unserem Wirtschaftssystem das Geld schaffen. Die Kapitalismuskritiker finden das nicht gut: Gewinnorientierte private Institutionen, die in keiner Weise demokratisch kontrolliert würden, sind Schöpfer des Geldes. Das sei gefährlich, sagt Occupy.
Nicht nur Scheine und Münzen
Occupy hat recht, nicht mit der Wertung, aber mit der Erklärung.
Occupy Zürich Aktivisten: Occupy hat also “Recht” und es ist kein “Unverständnis / Missverständnis” , sondern ein berechtigter Grund sich darüber zu Empören und zwar weltweit! Zudem möchten wir noch anmerken, dass bei Occupy und in moderneren Kommunikationsformen nicht von einer richtigen oder falschen Wertung gesprochen wird, sondern von einer anderen Wertung.
Es sind die Banken, die einen Großteil unseres Geldes erschaffen. Und zwar große Geschäftsbanken wie die Deutsche Bank und die Commerzbank genauso wie kleine Volksbanken und Sparkassen.
Occupy Zürich Aktivisten: Wenn Geld Macht ist, dann kreieren also Geschäftsbanken Macht aus sich selber, ohne demokratisch legitimiert und kontrolliert zu sein.
Zwar können die Banken weder Geldscheine drucken noch Münzen prägen. Das dürfen im Euroraum nur die Europäische Zentralbank und die nationalen Notenbanken. Allen anderen ist es von Staats wegen untersagt und wird mit einer „Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr“ geahndet, wie es im Paragraphen 146 des Strafgesetzbuches heißt.
Occupy Zürich Aktivisten: In der Schweiz ist es Artikel 99 Abs.1. / Wenn Banken selbst Noten drucken würden, würden Sie sich strafbar machen, elektronische Kontoguthaben zu “drucken” ist hingegen legal aber absolut illegitim. Es ist ungerecht und undemokratisch, dass Banken mit Staatsgarantie subventioniert werden und mit dem Buchgeld-Monopol die Investitionslenkungsmacht haben. Es stellt sich schon die Frage, weshalb Banken selbst sogenanntes Giralgeld erzeugen dürfen, Privatpersonen jedoch strafrechtlich verfolgt werden?
Doch die Geldschöpfung der Banken ist ohnehin von anderer Natur. Wer das verstehen will, muss zunächst einen Definition akzeptieren: Geld, das sind heutzutage nicht nur Scheine und Münzen. Auch was irgendwo auf Konten schlummert, ist echtes Geld.
Wenn Zahlen von einem Konto auf ein anderes wandern, fließt Geld. Man kann dafür Dinge kaufen und es sich auszahlen lassen.
© F.A.Z.Geldschöpfung
Occupy Zürich Aktivisten: Die Grafik zeigt schön, dass die Banken zuerst Kredite vergeben (1a) und sich erst im Nachhinein bei der Zentralbank “refinanzieren” (1b). Wichtig: diese Grafik zeigt auch, dass wenn die Schulden zurückbezahlt werden, dass das Geld wieder “verschwindet”! Das heisst, ohne Schulden ist kein Geld im Umlauf. Unser Geldsystem ist ein Schneeballsystem aus Schulden: Wenn Schulden zurückbezahlt werden, muss zwingend jemand Anderes (Staat, Unternehmen oder Privatperson) eine neue Schuld (Kredit) aufnehmen, damit die Geldmenge nicht schrumpft! Schrumpfende Geldmenge = Rezession und Deflation. Die stetige erneute Verschuldung, aufgrund der Zinszahlungen sogar zusätzlichen Verschuldung, erzeugt einen Wachstumszwang. Dieser kann realwirtschaftlich nicht bedient werden, sondern nur durch spekulative Finanzprodukte ohne realwirtschaftlichen Bezug. Dies erzeugt Finanzblasen.
Dieser elektronische Teil des Geldes ist mittlerweile sogar der größere Teil: In Europa gibt es eine sogenannte zahlungsfähige Geldmenge (Fachleute nennen sie „M1“) von etwa 4,8 Billionen Euro. Darin enthalten sind 858 Milliarden Euro Bargeld in Scheinen und Münzen. Der unvorstellbar große Rest hingegen ist nur auf Konten existent, die „Sichteinlagen“. Genau dieses Geld ist es, das überwiegend von den Banken geschaffen wird.
Occupy Zürich Aktivisten: In der Schweiz sind es sogar gemäss SNB-Statistik (Schweizerische Nationalbank) ~90% der Geldmenge M1 (Sichteinlagen und Einlagen auf Transaktionskonti), welche von den Banken geschaffen wurden.
Wie machen die Banken das? Indem sie Kredite vergeben. Der Großteil unseres Geldes entsteht heute nicht mehr durch die Bearbeitung von Edelmetallen wie noch in früheren Jahrhunderten. Aristoteles und Platon philosophierten zu ihrer Zeit noch darüber, ob der Wert des Geldes durch den Metallwert der Münzen („physis“) entstehe oder durch den Nennwert, den der Staat qua Erlass festlegt („nomos“). Heute entsteht Geld durch vielfältige Schuldenmacherei. Was ist auch Papiergeld schließlich anderes als eine Art Schuldschein der ausgebenden Stelle, der von dem Vertrauen lebt, dass er jederzeit weiterzugeben oder einzulösen ist?
Sie schafft Geld aus nichts
Bei dem Geld, das die Banken schaffen, dem sogenannten „Buchgeld“ oder „Giralgeld“, ist es nicht viel anders. Diese Art von Geld entsteht, wenn eine Bank einem Kunden einen Kredit gibt und den Betrag auf dessen Konto gutschreibt. Der Kunde (es kann eine Privatperson sein, ein Unternehmen oder auch der Staat) kann den Betrag wie Geld weiterverwenden. Eigentlich handelt es sich zwar technisch nur um eine Forderung, die auf Bargeld lautet. Er kann den Betrag aber an andere überweisen, ihn mit der EC-Karte zum Shoppen nutzen oder am Automaten bar abheben. Der Betrag ist nicht nur „wie Geld“ -- es ist Geld entstanden.
Um einem Kunden einen Kredit zu geben, braucht die Bank noch nicht einmal die Spareinlage eines anderen Kunden aus ihrem Tresor zu holen. Sie schafft Geld aus nichts. Allerdings: Die Bank muss im Gegenzug für den Kredit Geld bei der Zentralbank deponieren -- die sogenannte Mindestreserve. Sie ist viel kleiner als der Kredit: Lange Zeit betrug sie zwei Prozent des Kreditbetrags, gerade wurde sie auf ein Prozent gesenkt. Eine Bank, die 10.000 Euro Kredit vergeben will, braucht also 100 Euro Mindestreserve.
Occupy Zürich Aktivisten: In der Schweiz beträgt die gesetzliche Mindestreserve 2.5% gemäss Nationalbankverordnung (NBV) Artikel 15, was einen Geldschöpfungsfaktor von 40 ergibt.
Sicherheiten hinterlegen, Zinsen zahlen
Die Bank muss auch dieses Geld nicht durch Spareinlagen ihrer Kunden aufbringen. Sie kann vielmehr ihrerseits von der Zentralbank Kredit bekommen. Dafür muss sie Sicherheiten hinterlegen, in der Regel Wertpapiere, und Zinsen zahlen.
Wenn das geborgte Geld früher oder später als Einlage bei einer (anderen) Bank landet, kann diese andere Bank damit auch einen Kredit vergeben. Das Bankensystem als Ganzes schafft so ein Vielfaches von dem Geld, das am Anfang stand. Ökonomen nennen das „multiple Geldschöpfung“.
Die Notenbank ist dabei der Regisseur. Sie hat zwei Steuerungsgrößen, mit denen sie den Prozess kontrollieren kann. Zum einen den Satz der Mindestreserve: Senkt sie ihn, können die Banken mehr Geld schaffen. Zum anderen den Zins, den sie von Banken für Kredite verlangt: Fordert sie mehr, halten die Banken sich mit den Ausleihungen tendenziell zurück.
Auch die Banken sind vorsichtiger
Allerdings hängt die Frage, wie viel Geld die Banken schaffen, nicht allein von Zins und Mindestreserve ab.
Occupy Zürich Aktivisten: In der Schweiz beträgt der gesetzlich erlaubte Mindestreservesatz max. 4% (= Geldschöpfungsfaktor 25x, aktuell 2.5% = Geldschöpfungsfaktor 40x) und der Leitzinssatz liegt momentan bei 0.25% und dennoch vergeben die Banken kaum Kredite an die Realwirtschaft (Kreditklemme). Der Handlungsspielraum der Schweizerischen Nationalbank SNB ist also sehr begrenzt bzw. nur “Augenwischerei”, weil die SNB meist nur reaktiv (im Nachhinein) reagieren kann. (siehe Grafik 1a / 1b)
Es geht dabei ja am Ende um die Frage, wie viel Kredit sie vergeben. Läuft die Wirtschaft gut, wollen viele Firmen Kredit, und die Banken geben ihn gern, weil sie gute Geschäfte machen. Ist hingegen die Unsicherheit groß, sinkt die Kreditnachfrage, und auch die Banken sind vorsichtiger.
Letzteres ist im Augenblick der Fall: Die Zentralbank vergibt zuhauf billige Kredite an Banken -- aber die halten sich mit der Geldschöpfung vornehm zurück.
Über das Wachstum der Geldmenge entscheiden also tatsächlich Banken, aber auch Privatleute und Unternehmen mit -- je nachdem, in welchem Umfang sie Geld leihen oder verleihen.
Occupy Zürich Aktivisten: Das heutige System verstärkt somit explizit die unerwünschten Wirtschaftszyklen.
Nicht nur Occupy diskutiert Geldschöpfung
Ist das alles schlimm, wie Occupy behauptet? Es ist nicht schlimm, solange die Zentralbank die Kontrolle behält. Aber nicht nur bei Occupy, auch in der Wissenschaft gibt es eine Debatte, ob man nach den Erfahrungen der Bankenkrise die Geldschöpfung noch den Banken überlassen kann. Ausgerechnet der Doktorvater von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Hans Christoph Binswanger, gehört zu den Protagonisten. Er meint: Man sollte die Mindestreserve auf 100 Prozent hochsetzen. Das würde bedeuten: Die Banken müssten für jeden Euro, den sie verleihen, einen Euro bei der Zentralbank hinterlegen. Damit hätte die Zentralbank die vollständige Kontrolle über die Geldschöpfung.
Occupy Zürich Aktivisten: Hier Prof. H. C. Binswanger’s Argumentation samt Fakten: Finanz- und Umweltkrise sind ohne Währungs- und Geldreform nicht lösbar
Der Charme der Idee: Man könnte vielleicht vermeiden, dass Banken zu viel Geld schaffen und Blasen und Inflation entstehen.
Der Mainstream der Ökonomen aber hält das nicht für praktikabel. „Bei einer Mindestreserve von 100 Prozent würde das Bankensystem, wie wir es heute kennen, aufhören zu bestehen“, sagt Bankenprofessor Hans-Peter Burghof.
Occupy Zürich Aktivisten: Das ist der Sinn der Forderung. Der Mainstream der Ökonomen tastet sich daran, sich endlich ausserhalb des eigenen verfahrenen Denkens zu wagen. Weil eines sicher ist; im alten Denken können sie keine Lösungen mehr finden. Konkret: Die Banken wie sie heute funktionieren, könnten mit einer Vollgeld-Reform tatsächlich nicht mehr bestehen, was wünschenswert und anzustreben ist, weil sie dann nicht mehr im Dienste des Kapitals und der spekulativen Eigengeschäften stehen würden. Aber sie könnten im Dienste der Gesellschaft und Wirtschaft stehen, was auch ihre eigentliche Aufgabe ist. Es braucht nicht zusätzliche oder verstärkte Regulierungen und (Lenkungs)Abgaben, sondern einen Paradigmenwechsel: Die Vollgeldreform benennt konkret ein praktikables Vorgehen und die belegbaren Vorteile. Hier der Entwurf des Schweizer Verfassungsinitiativtextes: Plattform für eine neue Geld- und Finanzmarktverfassung (mit verständlichen Erläuterungen)
Und Volker Wieland, Professor für Geldtheorie in Frankfurt, meint: „Man kann durchaus über die normale Zinspolitik das Geldmengenwachstum kontrollieren.“ Die Europäische Zentralbank habe genug Macht, für stabiles Geld zu sorgen. Sie müsse nur wollen.
Occupy Zürich Aktivisten: Das ist althergebrachtes ökonomisches Theoriemodell-Denken: Ein Wunsch, aber nicht Realität. Man/frau beachte z.B. auch dieses Rechenbeispiel über die fragliche (Steuerungs)Wirkung des Leitzins. Ganz zu schweigen, dass wenn die Zentralbank die Zinsen leicht anhebt, die Banken diese Erhöhung ungerechtfertigterweise multiplizieren, was unverhältnismässige Folgen für die Realwirtschaft hat.
Allgemeiner Kommentar Occupy Zürich Aktivisten:
Der Artikel macht eine unvollständige Analyse, denn er verschweigt zwei wesentliche Tatsachen:
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Auf dem Kreditgeld, das die Banken aus dem Nichts schaffen, sind Zinsen fällig, die in der Geldmenge gar nie geschaffen werden, es folgt das Pyramidenspielchen, wo jeder Wirtschaftsteilnehmer dem anderen das Geld abjagen muss. “Den letzten beissen die Hunde.”
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Damit ein Kreditnehmer überhaupt einen Bankkredit, der aus dem Nichts entsteht, erhält, muss er selbst reale Sicherheiten hinterlegen. Und diese gehen an die Bank über, wenn er den Kredit und die Zinsen darauf nicht bezahlen kann. Man nennt dies weniger diplomatisch “Enteignung”.
Diese beiden Faktoren machen das jetzige Geldsystem erst so ungerecht und lassen uns im Hamsterrad rennen ohne vorwärts zu kommen! Dies hat Occupy als solches erkannt und darum thematisiert.
Eine Abschaffung des “Fraktionalen Reservesystems” ist eine mögliche länderübergreifende konsensfähige Forderung der weltweiten Occupy-Bewegung. Internationale Geldschöpfungs-Kritik: GeldmitSystem.org oder konkret die 10 Kernaussagen der unabhängigen Geldsystem-Kritiker.
Betreffend Ökonomen, Wissenschaftler, Akademiker kann in der Schweiz (nebst H. C. Binswanger) auf den Kontrapunkt verwiesen werden: Rat-Kontrapunkt.ch oder hier ein konkreter Medienartikel: Das Geld regiert die Welt – oder es dient ihr.
Occupy Zürich Aktivisten
medien@occupyzuerich.ch
10.2.2012
11. Februar 2012 um 12:45 Uhr
Stellungnahme Occupy Frankfurt (von http://www.facebook.com/OccupyFfM) zum original Artikel:
Zunächst wird indirekt lobend anerkannt, dass Occupy richtigerweise feststellt, dass insb. Geschäftsbanken Geld schöpfen – nicht nur die Zentralbanken – was allgemein kaum bekannt ist. Und, es wird erwähnt, dass selbst Ackermanns Doktorvater Binswanger für eine grundlegende Reform der Geldschöpfung eintritt sowie es auch die OEZB vorgeschlagen hat. Dann aber kritisiert der Redakteur Siedenbindel, dass diese heutige Geldschöpfungspraxis doch in Ordnung sei und beruft sich auf den „Mainstream der Ökonomen“, welche jedoch zumeist bei Banken angestellt sind, oder auch von Banken indirekt finanzierte Professuren innehaben…
Es wird z.B. gesagt: Hauptsache die Zentralbank behalte die Geldmenge unter Kontrolle. Schaut man sich aber die Geldmengenentwicklung der letzten 10 Jahre in der Eurozone an, so ist sie weit deutlicher gestiegen (mit bis über 12% p.a.) als die Verbraucherpreise (offiziell ca. 2% p.a.). Wo also schlägt sich die überschießende Geldmenge nieder? In den Vermögenspreismärkten, z.B. im Aktien-, Immobilien- oder Derivatebereich. Und dort entstehenden dann Blasen, die irgendwann platzen, so wie in der jüngsten Finanzkrise. Und was ist dann mit all den Verlusten und dadurch bedingter Bankenschieflagen geschehen? Die Verluste/Kosten wurden auf den Staat, die Bürger, übertragen/sozialisiert… Also, man komme mir nicht mit: „die Geldmenge sei unter Kontrolle“ und das bestehende System und die politischen Handlungsfolgen „wären doch OK“.
Ferner, moralphilosophisch und ordnungspolitisch betrachtet: Wie ist es nach einem demokratischem Verständnis zu akzeptieren, dass: a) Privatbanken Geld aus dem Nichts schöpfen und es als Kredit verleihen, mit der Behauptung, es sei „ihr eigenes“; und b) darauf auch noch Zinsen und Tilgungskonditionen zu verlangen?; und c) wenn der Kreditnehmer das Geld nicht zurückzahlen kann, dass die Bank dann sein Eigentum pfänden kann?; und d) dass dieses Privileg insb. Privatbanken vorbehalten bleibt, aber nicht für einen demokratisch verfassten Staat – dem Primat der Politik?
Wir leben in einer absurden Wirtschaftsordnung, wo der Geldhandel (Banken) die systemisch wichtigste und auch mächtigste Position eingenommen hat und Politik, Demokratie und Realwirtschaft vor sich hertreibt und sie ad absurdum führt. Und das obwohl der Geldhandel an sich doch nichts Reales kreiert, schöpft, produziert… Inzwischen sind Banken die größten Profiteure, da sie „systemrelevant“ geworden sind und damit den Staat erpressen können. Sie verdienen Unmengen, in dem sie das selbstgeschöpfte Geld (neben der Kreditvergabe) nach Belieben auf den Märkten herumschieben (Investmentbanking) und über Insiderinformationen Arbitrageprofite erzielen. All ihr Profit entsteht nicht durch reale Wertschöpfung, sondern indem von Anderen Werte abgezogen – man könnte sagen „gestohlen“ – werden… Geldfälscher schöpfen Geld aus dem Nichts und bringen es in Umlauf und werden dafür zu Recht strafrechtlich verfolgt. Geschäftsbanken schöpfen Geld aus dem Nichts und bringen es in Umlauf und werden trotzdem nicht strafrechtlich belangt.
Geld ist eigentlich Zwischentauschmittel und Verrechnungseinheit im Handel. Für eine gesunde Ökonomie ist es grundlegend, dass Geld stabil und „neutral“ bleibt, und es sowie ihre Schöpfer nicht
selbstreferentiell werden. Daher sollte alles Geld und die Geldschöpfung unter staatliche und öffentlich-demokratische Kontrolle gebracht werden. DENKT MAL DARÜBER NACH!
28. Februar 2012 um 16:59 Uhr
Die Banken sollen weiterhin Kredite vergeben, d.h. Geld erschaffen, aber man sollte es nicht den Banken zurückzahlen müssen, denn wieso soll man etwas zurückzahlen was aus Luft erschaffen wurde und die Bank z.B. durch den Kauf einer Immobilie zum Besitzer machen? Die Banken werden zu Besitzern von Menschen und Gütern gemacht, ohne irgend etwas dafür zu tun. Es entstehen nur irgendwelche Zahlen in Computern als Giralgeld. Die Zuteilung von Geld an Kreditnehmer sollte nach deren wirtschaftlicher Leistung und deren Nutzen für die Gemeinschaft zugeteilt werden, welche wiederum demokratisch festgelegt wird.
17. April 2012 um 11:15 Uhr
Man kann das so sehen bei Krediten die von den Banken aus dem Nichts geschöpft wurden.
Es gibt aber vielleicht auch noch eine gute alte Sparkasse, die nur so viel Kredite vergibt, wie sie Einlagen (Spargelder) von ihren Kunden hat, die also nichts aus dem Nichts schöpft. Es ist dann doch legitim, geradezu geboten, daß sie sich eine Sicherungshypothek geben läßt und dann auch umsetzt, falls der Kredit hopps geht. Der Schutz ihrer Sparer erfordert das.
Worüber man sich aber doch noch den Kopf zerbrechen sollte: wie kann man die Einlagen-basierten Kredite von den Luft-basierten Krediten der modernen Banken trennen, und unterschiedlich sanktionieren?
18. April 2012 um 19:10 Uhr
http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrwert_(Marxismus)
22. Mai 2012 um 03:29 Uhr
Beide Skulpturen befinden sich am Viehofer Platz. Eine auf dem Mittelstreifen Hf6he Altenessener/Friedrich-Ebertstrasse und eine ist in die Mauer um die St. Gertrudiskirche eieeslasngn. Schf6n das auch Du noch nicht alles weidf? Es gibt weidf Gott noch viel mehr Skulpturen in Essen zu sehen. Man denke nur an Borbecker Halblang, Frohnhausen, Katernberg und vor Firmenzentralen. dcbrigens sind jetzt auch die Kettwiger Fotos und Nachtfotos online.Herzliche Grfcdfe zurfcck, Reinhard.